Milchkomitee - Dienst QMK
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 Vorstellung

Die Ausgangssituation  | QMK – Qualität der Milchkette, ein Qualitätsicherungssystem |  Tiergesundheit  |  Wohlbefinden der Tiere  |  Melken  |  Reinigung  |  Umwelt  |  Kontrolle durch den Sektor selbst


Die Ausgangssituation

Die landwirtschaftliche Produktion verlangsamt sich. Die Regale sind überhäuft mit Billigprodukten aus der ganzen Welt. Auf diesem übersättigten Markt ist die Qualität im höchsten Masse ein bestimmender Faktor geworden, um das landwirtschaftliche Einkommen zu garantieren. Für den Verbraucher ist das Angebot größer als das Bedürfnis. Die Auswahl an Qualität und Quantität ist groß.

Der Großhandel bestimmt die Bedürfnisse. Ein Qualitätsdefizit zieht nicht nur große wirtschaftliche Schäden für den Hersteller und die verarbeitende Industrie mit sich, sondern auch für den Handel, der die Lehren aus den letzten Krisen gezogen hat.

Besser vorbeugen als heilen. Aus diesem Grund stellt der Großhandel eine Reihe Anforderungen an seine Lieferanten. Diese Anforderungen werden nicht nur an die Qualität der landwirtschaftlichen Produkte gestellt, sondern auch an die Praktiken, die die Landwirte bei den verschiedenen Produktionsvorgängen anwenden .

Der moderne Verbraucher ist oft weit weg von den landwirtschaftlichen Tätigkeiten und der aktuellen Nahrungsmittelproduktion. Die Nahrungsmittelkette ist vielseitig und wenig durchschaubar für den Verbraucher. Was früher produziert wurde, kam in den meisten Fällen direkt oder über den lokalen Händler zum Verbraucher. Mehr produzieren hieß damals mehr verdienen. Das Bild, welches die intensive Landwirtschaft heute abgibt, ist eher entsetzlich. Dabei darf man der Verbraucher nicht tadeln, denn er urteilt nach den Fakten, die ihm geliefert werden. Die Medien bestimmen wie die Realität aussieht.

Der Sektor d.h. in unserem Fall die Milchproduktion befindet sich in einem Mentalitätsumschwung. Der moderne Verbraucher schenkt dem Milchsektor heute noch großes Vertrauen; niemand stellt die biologische Qualität des Rohstoffs Milch und seiner Nebenprodukte in Frage. Die Gefahr lauert auf einem anderen Niveau. Der Verbraucher findet das Produkt gut, aber er hat kein Vertrauen in die Produzenten und die Produktions-methoden.

Die Richtung anzeigen oder angezeigt bekommen, so wird die Devise in Zukunft lauten. Die Fragen beantworten bevor sie gestellt werden. Sagen, was gemacht wird und machen, was gesagt wird, aber auch sicher sein, dass man Ihnen auch glaubt. Das Erbringen von Beweisen und das Vertrauen sind wesentliche Bestandteile einer qualitätsorientierten Produktion.
In Zukunft, muss die Qualität eher zum Kunden hin geführt werden, mit dem Ziel, ihm das anzubieten, worauf er denkt ein Recht zu haben, als zu den Produkten, wo die Qualität selbstverständlich ist.

QMK – Qualität der Milchkette, ein Qualitätsicherungssystem

Die Hersteller sind selbst verantwortlich für die Qualität und die Sicherheit ihrer Produkte. Sie sind daher auch für die Kontrolle der Qualität und die Sicherheit verantwortlich.
Die Selbstkontrolle ist der Zugangsschlüssel zum Markt.
Es fällt unter den Zuständigkeitsbereich der Behörden dies zu normalisieren und angepasste Inspektionen in die Wege zu leiten.

Die Milch ist wahrscheinlich bis jetzt, der am besten überprüfte Rohstoff im landwirtschaftlichen Sektor. Die globalen Qualitätskontrollen, verbunden mit einem Prämien- und Strafpunktesystem und die systematischen Kontrollen der kritischen Punkte in der Produktion richten sich auf das Produkt. Die Rolle der Selbstkontrolle strebt eher darauf hin, die Umstände der Produktion zu überprüfen.

Der moderne und gewarnte Verbraucher will wissen, wie sein Produkt hergestellt wird. Begriffe aus anderen Bereichen wie Umwelt, Tierschutz, Biotechnologie, usw. haben sich im Milchsektor eingefunden und sich dort unwiderruflich festgesetzt.

Eine sichere Produktionsmethode, die Sorge um das Wohlbefinden der Tiere und der Umwelt, die Reinheit und die Sicherheit der Endprodukte, die Einordnung zugeführter betriebsfremder Stoffe, das hat sich das QMK – Qualität der Milchkette – zur Aufgabe gemacht.

Neben der Nahrungsmittelsicherheit legt das QMK auch ein Augenmerk auf andere Aspekte einer dauerhaften landwirtschaftlichen Produktion.

Eine ganze Reihe von Kontrollpunkten gehen daher weiter als das Gesetz. Sie finden nachstehend einen Überblick über diese außergesetzlichen Normen.

Das QMK Zertifikat ist garant einer guten landwirtschaftlichen Betriebsführung in einem Milcherzeugerbetrieb. Das Lastenheft enthält mehr als hundert Kontrollpunkte, verteilt in sieben wesentlichen Rubriken in der Produktionsvorgängen.

Die Tiergesundheit, das Wohlbefinden der Tiere, das Melken, die Reinigung, die Umwelt, die Pfilchterklärung und die Nachhaltigkeitsüberwachung, das sind die sieben Rubriken, in denen neben der aktuellen Gesetzgebung eine Reihe von Punkten, die sich auf eine gute landwirtschaftliche Praxis beziehen, mit eingenommen wurde.

Tiergesundheit

Das Modul Tiergesundheit hat das Bestreben, die Gesundheit der Kühe mittels aller weitreichenden Vorbeugemaßnahmen und einem gezielten Schutz gegen Krankheiten zu fördern.

Eine zusätzliche allgemeine Kontrolle des Gesundheitszustandes der Tiere, die Einführung eines Medikamentenregisters, die Förderung einer BPV (Bonnes Pratiques Vétérinaires) Anerkennung für die Betriebstierärzte und die Einführung einer Kennzeichnung und Erkennung, der mit Medikamenten behandelten Tiere, das sind vorweggenommene Punkte einer angekündigten Gesetzgebung, . Nebenbei zielt man darauf hin, den Gebrauch von Medikamenten zu reduzieren um zu jedem Zeitpunkt die Sicherheit der gelieferten Milch zu garantieren. Daher auch die Verpflichtung, die Melkanlage regelmäßig überprüfen zu lassen.

Wohlbefinden der Tiere

Im zweiten Modul, das Wohlbefinden der Tiere wird das Augenmerk auf die Beherbergung, die Fütterung und die außerordentliche Pflege der Milchkühe gelegt.

Für die Beherbergung hat man zahlreiche Normen eingeführt. Dies gilt für die Anbindung im Anbindestall, die Abmessungen der Liegeboxen und der Futterflächen, die Sicherheit der Tiere sowie die Beleuchtung und die Belüftung im Stall . Die Qualität und die Versorgung mit Trinkwasser sind definiert und ebenfalls die Weidebedingungen und die Grasversorgung.

Die Lieferanten von Kraftfutter, von feuchten Nebenprodukten und von einfachen trockenen Futtermitteln müssen im Besitz einer G.M.P.(Good Manufacturing Practices) Zulassung sein; die Ankäufe zwischen Landwirten werden registriert. Die getrennte Aufbewahrung der Futtermittel und die Einhaltung des Aflatoxine- Abkommens können Risiken vermeiden

Melken

Das Modul Melken befasst sich mit der Einhaltung der hygienischen Bedingungen beim Melken durch den Milchproduzenten. Wichtig ist hierbei ein gutes Funktionieren der Melkanlage und ein gepflegtes und hygienisches Umfeld beim Melken Das Vorbereiten des Euters ist ebenfalls ein nicht zu unterschätzender Faktor in dem Bemühen, eine gewisse Qualität, die durch das Q.M.K. definiert wird, zu erreichen.

Eine korrekte Aufbewahrung der Milch in einem Kühltank mit ausreichender Kapazität, der eine schnelle und angepasste Kühlung ermöglicht, mit einem Rührwerk das regelmässig arbeitet, mit einem leicht ablesbaren Thermometer, einem Tankalarm und einer Spülsicherung (die beiden letzten Punkte sind nur für neue Kühltanks),aufgestellt in einem sauberen, gut beleuchteten und belüfteten Raum welcher groß genug und leicht erreichbar ist, verlangt eine besondere Aufmerksamkeit im Bestreben Qualitätsmilch zu produzieren.

Sowohl die Melkanlage als auch die Kühlung werden respektive alle Jahre oder alle zwei Jahre von einem durch das QMK anerkannten Techniker auf ein Funktionieren nach den ISO Normen überprüft.

Reinigung

Eine wirksame Reinigung der Stallungen, die Kühe beherbergen sowie die Reinigung der Melkanlage, des Kühltanks, des Melk- und Tankraums spielt eine zentrale Rolle im Modul Reinigung. Hierbei werden ebenfalls die benutzten Reinigungs- und Desinfektionsprodukte überprüft, sowie die Reinigungstemperatur und das benutzte Wasser, welches Trinkwasserqualität haben muß.

Umwelt

Und zuletzt das Modul Umwelt aber deshalb nicht unbedeutend . Die Punkte, die die Sicherheit bei der Lagerung der Reinigungsprodukte und die Sorgfalt, die dem Umfeld des Betriebs beigemessen wird, tragen dazu bei optimale Bedingungen für eine sichere gesunde und verantwortungsvolle Milchproduktion zu schaffen.

Kontrolle durch den Sektor selbst

Es ist das erste Mal, daß ein vollständiges Qualitätssicherungssystem in Belgien Anwendung findet. Das QMK wurde im Einvernehmen mit den verschiedenen Berufszweigen des Milchsektors entwickelt. Dafür wurde die nationale zwischenberufliche QMK Arbeitsgruppe ins Leben gerufen. Dieses nationale Konzertierungsorgan erarbeitet die QMK Leitlinien und fällt alle Entscheidungen, die sich auf den Inhalt des QMK Lastenheftes beziehen. Diese Arbeitsgruppe besteht aus:

  • Vertretern der Milchindustrie; diese kommen aus der „ Belgischen Vereinigung der Milchindustrie (CBL.)“
  • Vertretern der drei landwirtschaftlichen Organisationen als da wären das Algemeen Boerensyndicaat ( ABS), der Bauernbund (BB) und die Fédération Wallone d’Agriculture (FWA)
  • Vertretern der zwei Exekutivorganen (IKM.Vlanderen und Milchkomitee Battice)
  • Vertreter der Milchkomitees

IKM- Vlanderen vzw wurde am 16.Dezember 1999 als Exekutivorgan für Flandern für das nationale Projekt

IKM- QFL- QMK gegründet. Die Gründungsmitglieder sind das Algemeen Boerensyndicaat (ABS), die Belgische Vereinigung der Milchindustrie (CBL) der Bauernbund und das „Vlams Promociecentrum voor Agro-en visserijmarketing (VLAM).“
Ziel dieses Organs ist es, die QMK Zertifizierung der flämischen Milchviehbetriebe und der flämischen Milchindustrie zu entfalten, operationsfähig zu machen und zu verwalten.

Das Milchkomitee asbl von Battice existiert seit vielen Jahren (1964) und hat als Hauptaufgabe, die Durchführung der offiziellen Qualitätskontrollen. Ende 1999 ist dem Milchkomitee dieselbe Aufgabe für die Wallonie zugeteilt worden wie IKM Vlanderen für Flandern.

Der Milchsektor möchte durch dieses Näherbringen der Qualität über die Selbstkontrollen, an der Spitze der vollständigen Überwachung der Nahrungsmittelkette bleiben.

Das Endziel ist die Gesamtheit der Belgischen Milchproduktion durch das QMK Zertifikat garantieren zu lassen.

Zugleich soll die gesamte Kette vom Produzenten bis zum Verbraucher in einem dauerhaften System eingeschlossen sein, um das Qualitätsbild der Milchproduktion in den Augen der Verbraucher zu stärken. Das QMK hat mit der Milchproduktion im Betrieb begonnen. Das Einsammeln, der Transport und die Annahme der Milch in der Molkerei werden folgen. Das QMK Lastenheft für Transport enthält 48 Kontrollpunkte, die sich mit dem Einsammeln, dem Transport, der Annahme der Milch, der Reinigung, den Fahrern und der Identifizierung der Landwirte befassen. Die Verarbeitung der Milch in der Molkerei, welche bisher nach den Richtlinien der ISO und HACCP Lastenhefte durchgeführt wurde, und die Verteilung der Endprodukte unterliegen zum jetzigen Zeitpunkt einer Vorbereitungsstudie.

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